CSR-Begriffe

 


Business Case

Der Business Case bezieht sich darauf, dass das freiwillige gesellschaftliche Engagement von Unternehmen einen konkreten ökonomischen Nutzen mit sich bringen kann. (Vgl. Hansen 2004, S. 69)

Cause Related Marketing

Cause Related Marketing steht im Kern dafür, Marketinginstrumente für gemeinnützige Zwecke einzusetzen, die zugleich dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens dienen. Es handelt sich dabei um eine kommerzielle Aktivität, mit der ein Unternehmen und eine Non- Profit Organisation eine Kooperation eingehen, um das Image, ein Produkt oder eine Dienstleistung zum beiderseitigen Vorteil zu promoten. 
(Köppl/ Neureiter 2004, S.308f.) 

Bekanntes Beispiel ist eine Kampagne von American Express, bei der das Unternehmen für jede Buchung mit seinen Kreditkarten einen Cent für die Restaurierung der Freiheitsstatue spendete. Im Zuge dieser Kampagne stiegen sowohl die Anzahl der Karteninhaber, als auch die Kartennutzung.

Code of Conduct

Ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) ist eine formelle Erklärung zu den Werten und Aktivitäten eines Unternehmens, vielfach auch dessen Zulieferer. Ein Kodex gibt Mindeststandards vor in Verbindung mit einer Verpflichtung des Unternehmens, diese Standards einzuhalten und auch von Vertragsunternehmen, Nachunternehmen, Zulieferern und Lizenznehmern deren Einhaltung zu verlangen. (Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001, S. 28)

Corporate Citizenship (CC)

Während CSR als Ausgangspunkt oder Leitmotiv unternehmerischer Nachhaltigkeit bezeichnet werden kann, geht es beim CC um die Umsetzung konkreter Projekte. Immer häufiger entstehen dabei Partnerschaften oder „soziale Kooperationen“ zwischen Wirtschaftsunternehmen und Non Profit Organisationen. Diese Partnerschaften bringen gesellschaftliche Innovationen auf den Weg und schaffen wechselseitigen Nutzen für alle Partner – „Win-Win-Situationen“ entstehen.

Corporate Giving

Als Corporate Giving bezeichnet man die finanziellen und materiellen Zuwendungen eines Unternehmens für wohltätige Zwecke. In der Praxis kommt in Deutschland vor allem die finanzielle Unterstützung zum Einsatz.

An dieser Stelle werden nun die gebräuchlichsten Varianten des Corporate Giving Konzepts aufgelistet :

  • Geldspenden
  • Sponsoring
  • „employee matched giving“ – bezeichnet Spendenprogramme, bei denen Spenden der Belegschaft vom Unternehmen erhöht werden, indem es jede Spende seitens der Beschäftigten in gleicher oder mehrfacher Höhe aufstockt
  • Sachspenden, zum Beispiel Hard- und Software, Firmenfahrzeuge, usw.
  • Gründung einer gemeinwohlorientierten Stiftung

Corporate Social Responsibility (CSR)

Corporate Social Responsibility (CSR) umschreibt verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Dabei bringen sich Unternehmen unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren freiwillig zur Lösung gesellschaftlicher Problemstellungen ein. Gerade im Deutschen Sprachgebrauch wird CSR vermehrt mit dem Begriff der unternehmerischen Nachhaltigkeit gleichgesetzt.

Corporate Volunteering

Corporate Volunteering, bzw. „Employee Community Involvement“ steht für den Einsatz von Humanressourcen eines Unternehmens für gemeinnützige Zwecke. Eine Form des Corporate Volunteering ist die Unterstützung des freiwilligen Bürgerschaftlichen Engagements der Mitarbeiter/innen durch den Arbeitgeber. So kann die Belegschaft bspw. ermuntert werden Einrichtungen des Betriebes für ihr Bürgerengagement zu nutzen. Das Unternehmen zeigt damit seine Wertschätzung für eine solche Tätigkeit.

License to operate

Die hier angesprochene Lizenz geht über die gesetzliche Betriebsgenehmigung
hinaus. Vielmehr handelt es sich um die allgemeine
gesellschaftliche Zustimmung, die ein Unternehmen zu seinen
Aktivitäten erhalten kann. In diesem Rahmen werden ethische Verstöße
oder vermeintliche Verstöße der Unternehmen gegen gesellschaftlich
akzeptierte Verhaltensstandards in der Regel nicht (nur)
von staatlichen Instanzen, sondern von der medialen Öffentlichkeit
sowie organisierten pressure groups (NGOs) geahndet. (Gazdar et al. 2006, S. 164)

Nachhaltigkeit

Die klassische Definition von nachhaltiger Entwicklung gemäß des Brundtland- Berichts der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung lautet „to ensure that it meets the need of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“ (United Nations General Assembly 1987, S. 24)

Public Private Partnership

Public Private Partnership (PPP) bezeichnet das partnerschaftliche Zusammenwirken von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft mit dem Ziel einer besseren wirtschaftlichen Erfüllung öffentlicher Aufgaben als bisher.
(Bremer 2005, S. 82)

Shareholder Value

Managementkonzept, das auf die Maximierung des Anteilseignernutzens zielt. Dies beinhaltet eine eindimensionale Ausrichtung der Managementkultur auf die Steigerung des Unternehmens- bzw. des Aktienwertes.
(Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein- Westfalen)

Sponsoring

Sponsoring beruht auf dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Der Sponsor stellt dem Gesponsorten Geld und/oder Sachmittel zur Verfügung und erhält eine Gegenleistung, die zur Erreichung der Marketingziele beitragen soll. (Weis 2004, S. 512)

Stakeholder

Sammelbegriff für Anspruchsgruppen, die von unternehmerischem Handeln betroffen sind oder Einfluss ausüben. Zu den klassischen Stakeholder-Gruppen gehören Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Investoren, NGOs und die Gesellschaft insgesamt.
(Gazdar/ Kirchhoff 2004, S. 390)

Triple-bottom-line

Bezieht sich auf die ökonomische, soziale und ökologische Komponente der Corporate Social Responsibility.

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